Ashtanga Yoga, zum Teil auch unter Raja Yoga bekannt, basiert wie die meisten körperorientierten Yoga Stile, auf dem Hatha Yoga. Ashtanga Yoga ist ein sehr kräftigender, dynamischer und athletischer Yogastil. Die Wechsel zwischen den Asanas verlaufen schnell und sind anspruchsvoll für Körper, Balance und Konzentration. Im Mittelpunkt der Yogapraxis stehen die Haltungen (meist eine Reihe von sechs Asanas), die dich schnell ins Schwitzen und dein Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen werden. Die Durchblutung wird angeregt, Schmerzen gelindert, die inneren Organe werden zusätzlich aktiviert und Blockaden gelöst. Das setzt in deinem ganzen Körper Energie frei, reinigt und stärkt ihn. Eine bewusste Atmung und die Konzentration auf dein Inneres sind dabei unerlässlich. Eine Ashtanga Yoga Praxis beinhaltet meistens die gleiche Reihefolge an Asanas, und setzt somit Kontinuität und Disziplin voraus. Du wirst bald lernen, deine bisherigen Grenzen von Körper und Geist zu überwinden. Du wirst an Stärke und Flexibilität zunehmen, innerlich ruhiger und emotional sicherer werden. Doch du musst von Anfang an Ausdauer, Geduld und Willenskraft mitbringen. Ashtanga Yoga zählt zu den ältesten Yogamethoden und stellt eine wichtige Säule für unser heutiges Yogaverständnis. Übersetzt man Ashtanga aus dem Sanskrit, bedeutet es acht Glieder. Man verwendet meist den Ausdruck: achtgliedriger Pfad. Ashtanga-Yoga verbindet man meist mit Yogi Sri K. Pattabhi Jois (1915 – 2009), der es in die westliche Welt überführt hat.Übertragen steht Ashtanga für die folgenden acht Glieder – vier sind in uns, vier außerhalb zu verorten – die diesen Yogastil in der Praxis umfassen (nach Patanjali):

Yama (der Moralkodex/die Prinzipien)
Niyama (Selbstreinigung und Studium)
Asana (Haltungen)
Pranayama (kontrollierte Atmung)
Pratyahara (die Kontrolle der Sinne)
Dharana (Konzentration)
Dhyana (Meditation)
Samadhi (absolute Ruhe)

Im Ashtanga Yoga gibt 6 verschiedene Asana Serien, die von Serie zu Serie schwieriger und komplexer werden. D.h. es werden mehr Flexibilität und Körperkraft benötigt. Ziel der „richtigen“ (energetischen) Reihenfolge von leicht zu schwer, ist es den Körper von innen zu erwärmen, damit er entgiften kann und sich so Energie-Sperren lösen können. Das Ergebnis ist eine verbesserte Durchblutung, ein leichter und starker Körper sowie ein ruhiger Geist. Aufbau von Kraft und Ausdauer, hohes Tempo, sechs vorgegebene fordernde Asana Sequenzen, mit steigernder Schwierigkeit und im richtigen Atemrhythmus. Das sind die Schlüsselworte des Ashtanga Yogas. Aber auch in diesem Yoga Stil ist es das oberste Ziel in die Erleuchtung zu wachsen.

Du brauchst selbstverständlich eine hochwertige Yogamatte und zur Unterstützung wahrscheinlich ein paar Hilfsmittel, wie Yogablöcke und einen Yogagurt. Damit du deine Balance nicht verlierst, sollte die Matte nicht stärker als ca. 4 mm gedämpft sein. Bei Vinyasa und Ashtanga geht es in der Regel heiß her; die schnellen, schweißtreibenden Bewegungen machen ein luftiges, möglichst kaum spürbares Outfit unabdingbar. Für Yoginis sind Leggings und Tank oder Bra Tops ideal; männliche Yogis sind mit kurzen Hosen und Tank Tops für Männer gut beraten. Feuchtigkeitsableitende Funktionsmaterialien sorgen dafür, dass der Schweiß möglichst schnell verdunstet. Je nachdem, wieviel Schweiß tatsächlich fließt, ist es empfehlenswert, immer ein Handtuch oder Mattentuch griffbereit zu haben; entweder nur zum Abtrocknen zwischendurch oder als rutschfeste Mattenauflage für besonders schweißtreibende Übungen.

Für wen ist Ashtanga-Yoga geeignet?
Wenn du dich gerne auspowern oder ins Schwitzen kommen möchtest, einen straffen Körper und gleichzeitig Rückenprobleme lösen willst, dann ist Ashtanga Yoga genau das Richtige für dich. Vorsicht wenn du Knieprobleme hast, das Verletzungsrisiko bei den teilweisen sehr anspruchsvollen Haltungen steigt bei steifen Hüften.