Die buddhistische Samatha-Meditation (übersetzt: friedvolles Verweilen), auch Geistesruhe-Meditation genannt, entstammt der Theravada-Tradition und zählt zu den Konzentrationsmeditationen. Buddha selbst lehrte diese, zu seiner Zeit bereits lange bekannten Techniken. Er stellte aber auch fest, dass die angestrebte geistige Befreiung vom Leiden nicht allein durch Samatha erreichbar sei. Daher schließt sich an die vorbereitende Ruhemeditation oft die Achtsamkeitsmeditation Vipassanā an. Der Hauptunterschied dieser beiden Formen liegt darin, dass Objekt in seine Bestandteile aufzulösen (Vipassana) oder im Gegenteil, nämlich es künstlich zu “verfestigen” durch das Richten der Aufmerksamkeit auf die Atemempfindung (Samatha)..Der Geist kann sich bei dieser Technik entspannen, indem er auf einen winzigen Ausschnitt der Welt gerichtet bleibt. Das kann etwa der eigene Atem sein, ein Mantra oder ein inneres Bild. Die kreisenden Gedanken des Alltags kommen zur Ruhe und fokussieren sich immer mehr nur auf das Ziel der Meditation. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Lösungen und Einsichten häufig gerade dann auftreten, wenn sich ein Mensch gerade überhaupt nicht mit dem Problem beschäftigt. So führt auch die Geistesruhe-Meditation immer wieder zu plötzlichen Eingebungen, die nicht zustande gekommen wären, hätte es keine Möglichkeit zum Anhalten des verwirrenden Gedankenstroms gegeben